Nichtraucherkurse

Hilfe vom STOP-SIMPLY Psychologen-Team

Hallo liebes Team, so langsam verzweifel ich. Ich...

Alessa (w, 38) aus Norddeutschland
Raucherjahre: 22; pro Tag: 17; Letzte am: -

Hallo liebes Team,
so langsam verzweifel ich. Ich fange nun zum dritten Mal an. Jedesmal haben mich Hiobsbotschaften von meinem Kurs abgebracht. Wie schaffe ich es, dass ich auch am Anfang der Entwöhnung mit Stress und schlechten Nachrichten besser umgehen kann ohne gleich wieder zur Kippe zu greifen? Ich fühle mich danach noch schlechter und so klein. Bin ich einfach zu schwach um aufzuhören? Dabei geht es mir gut, wenn ich nicht rauchen muss und das habe ich durchaus gespürt. Momentan fühle ich mich wie in einem Gefängnis aus dem es gilt auszubrechen. Nur das richtige Werkzeug fehlt mir noch dazu.Ich danke euch für eure Unterstützung.
Lg Alesse

Antwort vom Psychologen-Team


Dipl.-Psych. Dr. Lars Satow

Liebe Alessa,

leider gibt es keine Wundermittel beim Kampf gegen die Sucht. Denn beim Raucher entstehen über die Jahre Glaubenssätze, wie 'Das ist so schlimm, da muss ich einfach rauchen' oder 'Ohne Zigarette halte ich den Stress einfach nicht aus' oder 'Ich rauche nur noch bis XYZ, dann höre ich auf'. Diese Überzeugungen verfestigen sich über die Jahre immer weiter und werden geradezu körperlich.

Aber genau diese Glaubenssätze musst Du ersticken. Du musst Sie als falsch erkennen und mit aller Kraft bekämpfen. Solange noch einer diese Sätze in Deinem Gehirn spukt, wird es schwer! Versuche daher neue Glaubenssätze anzunehmen, wie z.B. 'Andere schaffen das ja auch, ohne zu rauchen' oder 'Wenn ich das jetzt ohne Zigarette schaffe, dann werde ich auch viele anderen Situationen schaffen' oder 'Jeder Tag, den ich weiter rauche, reite ich mich nur weiter in die Sucht hinein'!

Natürlich steigt das Verlangen in traurigen oder schwierigen Situationen ganz gewaltig, denn das Nikotin ist ja im Moment für Dein Gehirn das wichtigste 'Glückshormon' (mehr dazu auch in unserem Buch. Und wenn Du damit nicht aufhörst, wird das immer so bleiben. Wenn Du aber aufhörst, stellt sich das Gehirn nach einiger Zeit um und lauert nicht mehr auf den Nikotinflash.

Um die Glaubenssätze auszutauschen kann Selbstsuggestion z.B. zusammen mit autogenem Training gut funktionieren. Auch unsere MP3-Podcasts helfen dabei. Bewährt hat sich dafür auch die Hypnotherapie (bitte Hinweis zu Hypnose und Hypnotherapie beachten).

Ich drücke Dir die Daumen und hoffe, Dich bald als Roku zu sehen - gute Chancen hast Du!

Lars

Mein Buch-Tipp...

Aufbau der Persönlichkeit als Grundlage für nachhaltige Veränderung [Detail-Seite bei Amazon]: So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen: Ein praktischer Ratgeber zur Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln

Das Buch, das vielen Teilnehmern von STOP-SIMPLY am besten gefällt [Detail-Seite bei Amazon]: ZEN: oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen

Verwandte Fragen...

banga (20): Hallo liebes Team, ich habe jetzt eine Woche nicht geraucht und möchte auch durchhalten! Aber nun muss Weiter...

alexandram (41): Hallo! Ich habe letztes Jahr (am 29.01.2009) aufgehört zu rauchen und bis heute auch keine mehr angefasst! Weiter...

Jetzt...

Anzeigen