Hilfe vom STOP-SIMPLY Psychologen-Team
Hallo, bei mir wurde vor einigen Wochen Burn-Out...
mathilda (w, 45) aus Recklinghausen
Raucherjahre: 6; pro Tag: 0-11 (6); Letzte am: -27.11.2009
Hallo,
bei mir wurde vor einigen Wochen Burn-Out diagnostiziert. Das kommt von jahrelanger Überlast. Zigarette habe ich als Pausenanlass genutzt. Vor etwa 1 Wochen ist der absolute Siedepunkt erreicht gewesen, ich habe vor Kollegen mehrfach geweint und ich habe mir im Gespräch mit einem Kollegen, der mir noch was aufdrücken wollte, voll Wut aber auch mit Tränen in der Stimme Luft verschafft.
Ohne dass ich das rational erklären zu kann, habe ich den Gesichtsverlust durch besonderes Aufstylen wieder ausgleichen wollen. Und weil ich gerade dabei war: durch das Aufhören zu rauchen.
Aber natürlich ist davon der Stress nicht weggegangen, es stehen noch Konfliktgespräche an und Arbeit bis zum Abwinken.
Wie schaffe ich es, den Druck auszuhalten? Ich weiß garnicht ob es wirklich das Rauchen ist, was mir fehlt- wenn sich der Druck im Magen meldet ist es soo schwer, nicht in den Raucherraum zu gehen.
Statt zu rauchen gehe ich schon mal auf Eure Seite- hilft.
Mathilda
Antwort vom Psychologen-Team
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 Dipl.-Psych. Dr. Lars Satow
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Liebe Mathilda,
Stress und Burnout sind ernste Warnsignale, auf die man hören sollte. Die gute Seite: Du kannst selbst viel tun, um Stress und Burnout zu reduzieren - mit wenigen, einfachen Tricks (Vorgesetzte, Politiker und Schüler beherrschen das oft perfekt):
- Lass Dich nicht unter Druck setzen. Mach' die Dinge, die Dir Spaß machen. Komm ruhig mal zu spät und nimm Dir die Freiheit Termine zu verschwitzen und schlampig zu arbeiten. Lächle das einfach weg. Du wirst Dich wundern, wie gut das funktioniert!
- Gibt bei der Arbeit nur 80%, damit Du 20% Reserven hast, wenn es hart auf hart kommt. Lass Dir keine Termine und Arbeit reindrücken!
- Lass andere für Dich arbeiten. Du solltest nur die Dinge machen, die Dir Spaß machen oder die Dich weiterbringen. Schlage Kollegen vor, die es besser können, wenn Arbeit zu verteilen ist.
- Lehne Dich zurück und betrachte Dich, Dein Leben und all die anderen öfter mal von oben. Was ist wirklich wichtig, auf was kommt es an, was macht Dir Spaß?
- Lerne den Umgang mit Stress von anderen. Schau Dir an, wie andere es machen. Suche Dir Freunde, Kollegen oder Vorgesetzte heraus und lerne von ihnen. Lerne ihre Sprüche und Verhaltensweisen, wenn es darum geht, Arbeit abzulehnen oder zu verteilen.
- Baue ein Netzwerk von Freunden und Bekannten auf! Freunde sind sehr wichtig, wenn es darum geht, Stress abzubauen. Sie können helfen, zuhören und Tipps geben.
Dass Du es schaffst, mit dem Rauchen aufzuhören, und stolz auf Dich bist - ist genau der richtige Weg! Je besser und je stärker wir uns fühlen, desto lässiger können wir Stress begegnen.
Viel Erfolg! Lars
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