Nichtraucherkurse

Hilfe vom STOP-SIMPLY Psychologen-Team

Hallo Psychologen-Team, habe jetzt meinen ca....

taucher67 (w, 38) aus Allgäu
Raucherjahre: 17; pro Tag: 17-22; Letzte am: 10.06.10

Hallo Psychologen-Team,

habe jetzt meinen ca. zehnten Versuch, das Rauchen aufzuhören, hinter mir. Es ist für mich total schwierig. Ich fühle mich leer und total traurig. Und das nicht erst seit dem ich nicht mehr rauche. Ich bekomme nichts auf die Reihe. Ich muß mich aufraffen, zur Arbeit zu gehen. Bei der Arbeit kann ich dann zwar richtig powern. Bekomme dann einen richtigen Energieschub. Sobald ich zu Hause bin, ist es mit meiner Energie vorbei.Ich mache nur das allernötigste. Habe zum Glück niemanden, den ich versorgen muß. 2008 habe ich angefangen regelmäßig Sport zu treiben. Hat mir da richtig gut getan. Ich mach das auch weiterhin. Muß mich auch da jedesmal zwingen. Hilft irgendwie auch nicht mehr. Durch das Nichtrauchen vestärkt sich das ganze. Weiß nicht wie ich das loswerden kann.
Liebe Grüße

Antwort vom Psychologen-Team


Dipl.-Psych. Dr. Lars Satow

Liebe taucher67,

ein Gefühl der inneren Leere ist nach dem Rauchstopp leider völlig normal. Das Gehirn vermisst seine liebste Belohnung und muss sich erst daran gewöhnen, auch ohne den Nikotinflash auszukommen. Hirnorganisch bilden sich Rezeptoren zurück, die vorher speziell auf Nikotin angesprochen haben. Dieser Prozess dauert etwa 10 bis 20 Wochen.

Das, was Du darüber hinaus beschreibst, klingt sehr nach einer depressiven Störung bzw. nach einen Burnout-Syndrom - das ist aus der Ferne schwer zu sagen. Ich würde Dir in diesem Fall raten, einmal einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Achte dabei auf folgendes: Therapeut, Berater etc. darf sich jeder nennen. Nur die Bezeichnung Psychotherapeut ist gesetzlich geschützt und darf nur von jemandem mit einer entsprechenden Zusatzausbildung geführt werden. Es gibt psychologische Psychothrapeuten (das sind Diplom-Psychologen) und Fachärzte für Psychotherapie. Beide können auch mit der Krankenkasse abrechnen.

Auf jeden Fall lassen sich depressive Störungen heute psychotherapeutisch gut behandeln.

Nur Mut!
Lars

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