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Autoaggression

Erste Wochen Rubrik: Erste Wochen

Seite 1 (Beiträge 1 bis 10 von 31)

Beitrag 1 (Sonntag, der 2. August 2020 - 12:19 Uhr)
Ilu (Neu hier|1 Beiträge):
Hallo Leute. Ich bin nun erst den fünften Tag rauchfrei und es geht mir damit leider aktuell garnicht gut... Leide an den üblichen Symptomen wie starkes Schwitzen, Unruhe, Schlafstörung, Kopfschmerzen... Das schlimmste aber sind die nächtlichen Aggressionen gegen mich selbst wenn ich um 03:00 noch immer nicht schlafen kann. Trauriger Höhepunkt war bisher, dass ich mir selbst Oberarm und Oberschenkel blau geschlagen habe da die Wut irgendwie raus musste. Wie kommt ihr mit dieser krassen inneren Wut beim Entzug zurecht??? ich bin am Ende... Nutze keine Nikotin Ersatzprodukte und streube mich irgendwie dagegen nach 5 Tagen jetzt meinem Körper wieder Nikotin zuzuführen. Was man hier so liest, kann das Ganze ja noch einige Wochen so anhalten, das ist für mich grad so unrealistisch, dass ich den Entzug noch 10 Wochen in der Intensität durchhalte. ich weiss nicht weiter. Werde in 4 Wochen Vater und möchte es deswegen lassen, aber meine Motivation sinkt von Tag zu Tag

Beitrag 2 (Sonntag, der 2. August 2020 - 12:52 Uhr)
dejavue Supporter (Nichtraucher|2767 Beiträge):
Hallo Ilu, das Einzige was ich dir dazu schreiben kann ist, das es nicht 10 Wochen durchgehend so heftige Entzugssymptome gibt. Es ist mal mehr und mal weniger stark (siehe Suchtkurve) Was deine Autoagression betrifft, ist es glaube ich eher ein Ausnahmefall. Du solltest dazu unbedingt jemanden aus dem Psychologenteam befragen und dir möglichst auch vor Ort Hilfe suchen.

Beitrag 3 (Sonntag, der 2. August 2020 - 14:08 Uhr)
Chrisberlin82 Supporter (Nichtraucher|90 Beiträge):
Hallo Ilu, Das sind heftige Symptome, kennst du das denn bereits von dir oder ist es das erste Mal,das du dich selbst verletzt? Ich persönlich kenne auch Wut und Aggressionen gegen mich selbst, habe schon zwei Psychotherapien gemacht und kann mit den Problemen jetzt gut umgehen, vielleicht wirklich Mal therapeutische Hilfe suchen, schließlich ist es auch wichtig für deine Familie. Ich drücke dir die Daumen und hoffe das es dir bald besser geht. Ja und die suchtkurve ist wirklich interessant, ich konnte mich bisher gut darin erkennen bzw meinen Zustand. LG Chris Und

Beitrag 4 (Sonntag, der 2. August 2020 - 14:16 Uhr)
Ilu (Neu hier|2 Beiträge):
Danke für die Antworten. Nein, ich erkenne mich aktuell so garnicht selbst wieder. Bin eig. ein sehr ruhiger, geduldiger Mensch, aber vierliere aktuell immer mal wieder die Kontrolle. Neulich hab ich den Rasierer geschrottet (auf den Boden geworfen) weil ich mich beim Rasieren verschnitten hatte. So Wutausbrüche kennt auch meine Frau in keinster weise von mir und sagt ich soll wieder mit dem Rauchen anfangen, weil ich die Stimmung zuhause nur noch in den Keller ziehe... Das machts mir nicht unbedingt leichter ich will nicht mehr rauchen müssen, aber so ist es auch kein zustand... keine ahnung was ich tun soll...

Beitrag 5 (Sonntag, der 2. August 2020 - 14:19 Uhr)
Ilu (Neu hier|3 Beiträge):
möchte noch anmerken, dass ich zu 100% überzeugt bin, dass ich nie meiner Frau ggü gewalttätig werden würde!!!! Trotzig und Verbal aggressiv vielleicht, aber nie handgreiflich. (könnte man ja aus meinen Schilderungen durchaus vermuten)

Beitrag 6 (Sonntag, der 2. August 2020 - 17:23 Uhr)
Chrisberlin82 Supporter (Nichtraucher|91 Beiträge):
Also ich habe jetzt nicht daran gedacht, das du jetzt deiner Frau Gegenüber gewalttätig werden könntest. Du brauchst bestimmt einfach Zeit. Vielleicht hilft er ja Sport?! Ansonsten schreib einfach hier und lass deinen Frust hier raus 😀

Beitrag 7 (Sonntag, der 2. August 2020 - 18:15 Uhr)
JudithM Top-MentorTop-Mentor (Top-Mentor|12009 Beiträge):
Hallo Ilu, erstmal Glückwunsch zum Nikotinausstieg und den bewältigten 6 Tagen. Hier wird immer wieder mal über Aggressionen berichtet und ich kann mich erinnern, dass ich auch welche hatte, die sich aber in verbaler Gereiztheit geäußert hat. Das wird besser mit der Zeit, ich kann es dir versprechen, würde aber in Anbetracht deines Familienzuwachses und des häuslichen Friedens wirklich hier an die Psychologen schreiben. Der Körper und das Seelenleben befinden sich mit dem Nikotinentzug im Umbruch, auch fehlt im täglichen Leben die Krücke der Zigarette, mit der man sich (un)bewusst abreagiert hat. Mit der Zeit spielt sich das alles wieder ein, aber die Fachmänner können dir das sicher besser erklären. LG Judith

Beitrag 8 (Sonntag, der 2. August 2020 - 19:27 Uhr)
Zwiesel (Nichtraucher|2365 Beiträge):
Hallo Ilu, willkommen hier. Super dass Du Dich entschieden hast der Sucht die kalte Schulter zu zeigen. Du hast ja nen süßen Grund. Nix ist blöder als mit stinkenden Nikotinfingern und nach kaltem Rauch liegend das eigene kleine Würmchen auf der Welt begrüßen zu können. Und gleich vorweg, es kommt mit Qualm nicht schneller auf die Welt. 😉 Zur gereizten Stimmung mit allem was Du genannt hast, kommt mir bekannt vor. Nur habe ich mich in meiner Wut oder Gereiztheit nicht selbst verletzt (bedenklich). Neben dem bereits genanntem, wie kannst Du Deine Wut in anderen Bahnen kanalisieren? Boxsack aufhängen? Könnte das Flair der Wohnung stören. Was ist mit Sport? Mal richtig auspowern und dabei gegen Deine Wut antreten? Musik auf die Ohren und ne Runde joggen? Oder Fahrrad fahren oder Gewichte schieben oder schwimmen (dabei kannst nicht rauchen). Such dir was wo du dich abends richtig auspowern kannst.

Beitrag 9 (Sonntag, der 2. August 2020 - 19:39 Uhr)
Zwiesel (Nichtraucher|2366 Beiträge):
Heim kommen, duschen und dann vielleicht im Bett die Hypnose vom hier angebotenen Nichtraucherkurs hören. Das geht auch in schlaflosen Nächten. Mir half tanzen, tw. Kampfpogo, und laute Musik (Kopfhörer) sehr. Die erste Zeit beim Nikotinentzug war bei mir die schwerste. Die Intensität nimmt ab mit der Zeit (Suchtkurve). Kann mich erinnern, dass mir auch mal ein Teller „runtergefallen“ ist und ich meine Kinder angebellt habe, was mir danach sehr leid tat. Jetzt mit Nikotinersatzdingens anzufangen halte ich für nicht so gut. Du hast schon wirklich viel geschafft. Das Gespräch mit den Psychologen zu suchen ist ein guter Ansatz. Such dir Unterstützung! Schreiben kannst immer hier. Du wirst hier verstanden. Wie schaut’s mit Belohnen aus? Tu Dir was Gutes. Mehr Geld ist jetzt ja da😉. Alles Gute Zwiesel

Beitrag 10 (Sonntag, der 2. August 2020 - 20:39 Uhr)
Zwiesel (Nichtraucher|2367 Beiträge):
Noch was fiel mir auf, das Rauchen einfach zu „lassen“ schaffen die wenigsten. Es es ist eine Sucht, der Du Dich stellst und eben keine Angewohnheit wie in der Nase bohren. Und es ist stark, dass Du Dich Deiner Sucht stellst! Wichtig ist, du kannst nicht verlieren! Jeder Moment rauchfrei ist ein Sieg für Dich. Und die Intensität der Entzugserscheinungen nimmt ab! Vielleicht hilft es Dir darüber zu lesen und Dich damit zu beschäftigen. Du kannst das kostenlose Buch: „nie wieder einen einzigen Zug“ von Joel Spitzer runterladen. Ich fand es gut. Irgendjemand schrieb hier mal, es ist gut den Gegner zu kennen.

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