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Sucht , ein falscher Freund..😣

Erste Wochen Rubrik: Erste Wochen

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Beitrag 1 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 11:04 Uhr)
Jessicajones Supporter (San-dan|7 Beiträge):
Einen guten Morgen an alle , Ich möchte hier gerne ein paar Gedanken der letzten Tage teilen und wissen, was ihr dazu Denkt. Die letzten Tage waren rau- Schlafmangel,Angst und mitunter Panikattacken andere körperlich Malaisen was ich zuwächst nicht wahrhaben wollte- immerhin hatte ich doch den Eindruck es 'im Griff' gehabt zu haben, zumal ich doch nur Abends raucht. Pustekuchen! Ich bin Abhängig da will ich mir selbst nichts mehr vormachen. Und ich glaube genau da liegt auch des Pudelskern! Beim abendlichen Spaziergang bin ich an etlichen Werbeplakaten für die garstigen Giftstängel vorbeigekommen. Da wird Entspannung ,Freiheit, Attraktivität und Jugendlichkeit versprochen - was kriegt man tatsächlich ? Tod,Krankheit,Selbstzersörung auf Raten und maximale Unfreiheit.

Beitrag 2 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 11:05 Uhr)
Jessicajones Supporter (San-dan|8 Beiträge):
Mir ist das Ausmaß dieses Betrugs zum ersten mal im vollen Umfang bewusst geworden und ich bin mir ziemlich sicher , dass das nur funktioniert ,wenn ich mich auch selbst Betrüge. Wie geht ihr damit um? Liebe Grüße und ich bin gespannt was ihr dazu sagt. Jessica

Beitrag 3 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 11:07 Uhr)
Jessicajones Supporter (San-dan|9 Beiträge):
Meine Konzentration ist immer noch nicht die Beste, wie man an den Tippfehlern sieht..😅

Beitrag 4 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 12:25 Uhr)
dejavue Supporter (Nichtraucher|2890 Beiträge):
Hallo Jessica. Ja, du hast wohl Recht, es ist kaum möglich 'guten Gewissens' zu rauchen ohne sich selbst etwas vorzumachen, oder zumindestens bestimmte Tatsachen zu verdrängen. Ich habe es jahrelang geschafft weiter zu machen obwohl ich mir all dieser Tatsachen bewusst war. Warum? Weil tief in meinem Innern immer noch bestimmte Dinge verknüpft waren, die es galt aufzulösen (zB rauchen > Entspannung. Am anschaulichsten ist es wohl, gegensätzliche Bilder zu erzeugen. Wer ist denn nach einer Massage entspannter? Ein Nichtraucher, der diese in vollen Zügen genießen kann oder ein Raucher, der gleich danach aufsteht um erstmal eine durchzuziehen? Das gleiche lässt sich mit dem Thema Konzentration (am Arbeitsplatz zB) und Freiheit durchführen. Tatsache ist wohl, das die meißten von uns eher die Botschaften von den Werbeplakaten verinnerlicht haben anstatt die gegenteilige Wahrheit. Aber das lässt sich ja glücklicherweise ändern 🙂

Beitrag 5 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 12:43 Uhr)
Ragnar (Roku-dan|32 Beiträge):
Hallo Jessicajonas, ja auch wenn man nur Abends raucht ist man Nikotinabhängig. Ist als würde man nur Abends Alkohol trinken, da ist jedem auch klar das man Alkoholiker ist. Aber du hast es ja schon selbst gemerkt wie abhängig dich dieses Dreckszeug gemacht hat. Selbstbetrug ist keine Lösung, du willst dich selbst betrügen, sei mal ehrlich, wie soll das funktionieren? Nein du musst dich der Realität stellen...was macht dieses Zeug mit dir, mit deinem Körper, deiner Psyche? Am besten geh mal auf YouTube und schau dir die 6 Folgen Nichtraucher in 90 Minuten an. Das mit den Entzugserscheinungen hat jeder schon durch, wir alle wissen wie schlimm sie sind. Bin 40 Tage ohne und trotzdem habe ich noch immer starkes Verlangen nach einer Zigarette. Aber es wird weniger und auch die Stimmungstiefs werden weniger. Halte durch, jeder Tag den du schaffst ist ein gewonnener Tag...Stay strong ✊

Beitrag 6 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 13:07 Uhr)
ulysses (Ex-Raucher|15 Beiträge):
Mit Angstzuständen in allen Stärken und Ausprägungen kenne ich mich dank des Vermögens von Nikotin aus. Zwänge, Depressionen und weiß der Kuckuck was mir noch zu eigen ist sind in letzter Zeit meine permanenten Begleiter. Wer die letzten Jahre so gelitten hat wie ich muss nicht mehr darüber nachdenken. Nikotin-Produkte gehören verbiten und der Handel damit unter Strafe gestellt. Jede Verschleierung dass Nikotin eine Droge ist muss zwingend geahndet werden. Ob mein Hirn nochmal in Ordnung kommt kann ich nur abwarten ohne viel Hoffnung dabei zu haben. Ich könnte mich lange über falsche Freunde auslassen und darüber ob Nikotin oder das Rauchen in irgend einer Form bei Stress hilft. Es würde nichts daran ändern dass eine (Nikotin-) Sucht immer ein falscher Freund ist und das nur bekräftigen.

Beitrag 7 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 13:17 Uhr)
Jessicajones Supporter (San-dan|10 Beiträge):
Hallo Ragnar, Das mit dem Selbstbetrug ' funtioniert' 25 Jahre bei mir.Das ist bitter für mich anzuerkennen und es ist anstrengend und kräftezehrend sich selbst zu berügen.. Im Grunde wie eine dauerhafte Diskussion im Hinterkopf. Ich freu mich schon diese Kräfte auf etwas Sinnvolleres zu lenken und das Umlernen ist haarig. Ich bin geübt im rationalisieren und analysieren und im Grunde bin ich einfach traurig, als ich nevereverpuffs Erfahrungsbericht gelesen habe kamen mir die Tränen. Statt Kontrolle brauche ich Vertrauen und das muss ich aufbauen. Selbstvertrauen und auch Vertrauen darauf ,dass hier eine Gemeinschaft ist, die trägt. Mir ist es wahnsinnig peinlich über meine Gefühle zu schreiben, aber wenn ich die Sucht besiegen möchte muss ich da wohl durch. 😰 Und danke fürs Mut machen Ragnar- den kann ich hier wahrlich gebrauchen..😊

Beitrag 8 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 13:40 Uhr)
Jessicajones Supporter (San-dan|11 Beiträge):
Hallo Ulysses, Ich schreib Herz kurz und nachher mehr.Das was du da Beschreibst war exakt was die letzten Tage abging. Und mich macht das sauer und bestärkt mich in dem Entschluss bei diesem Sch.. nicht mehr mitzumachen! Ich glaube schon, dass das Gerhirn sich wieder erholen kann. Wenn ich in einer Panikattacke stecke, ist das leider das letzte daran ich denke..😅 Ich finde vieles was Gerald Hüther ( Hirnforscher) zum Thema Neuroplastizität sehr spannend.Und ich wünsche dir gutes Durchhalten beim Umlernen.Wir lernen zusammen und voneinander? @ Ragnar: ich schau mir die Dokumentation auf YouTube heute Nachmittag mal an, danke für den Tipp. Und hast du dich von Ragnar Lothbrok inspirieren lassen? Der würde mit der Sucht den Blutadler machen..😁 Ich schreib heute Abend wieder.LG Jessica

Beitrag 9 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 17:17 Uhr)
JudithM Supporter (Nichtraucher|12053 Beiträge):
Jessica und ulysses, ihr seid auf dem richtigen Weg, lasst euch nicht beirren. Macht euch schlau darüber, was die Nikotinsucht im Körper und Gehirn so alles anstellt, da gibt es viel zu lesen. Wenn ihr Bescheid wisst, könnt ihr jedem Schmachter und Unwohlsein mit Wissen entgegentreten und da hilft schon enorm weiter... ich habe 30 Jahre lang geraucht, bin seit fast sechs Jahren rauchfrei und kann euch versichern, dass sich der Körper und auch das Suchtgehirn sehr wohl erholen wird, aber das dauert halt seine Zeit. Schaut mal auf die Suchtkurve, die stimmt meistens. Mit jeder überstandenen Schmacht wird das Vertrauen auf eure eigenen Kräfte größer und bei der nächsten seid ihr schon etwas stärker... hier hat noch keiner letztendlich bereut, diesen manchmal schwierigen Weg zu Ende zu gehen, man muss nur an das Ende kommen und das schafft ihr... lG Judith

Beitrag 10 (Sonntag, der 18. Oktober 2020 - 19:06 Uhr)
BarbaraH Top-MentorTop-Mentor (Top-Mentor|11468 Beiträge):
Ich finde es sehr gut, dass ihr euch mit der Sucht und eurem eigenen Suchtverhalten auseinandersetzt. Das ist eine ganz wichtige Maßnahme beim Rauchausstieg, denn die Sucht wird anfangs immer wieder versuchen euch zurückzuholen. Dann müsst ihr stark und gewappnet sein! Den Vergleich mit dem 'Falschen Freund' ist treffend und das sieht auch Joel Spitzer so. Hier ein Auszug aus seinem Buch, den ich immer mal wieder im Forum poste. Meine Zigarette, mein 'Freund'. Macht weiter so, ihr seid auf einem guten Weg! LG Barbara

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