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Extreme Depressionen schon nach 10 Tagen?

Erste Wochen Rubrik: Erste Wochen

Seite 1 (Beiträge 1 bis 10 von 13)

Beitrag 1 (Montag, der 11. Januar 2021 - 18:25 Uhr)
Marko77 (San-dan|1 Beiträge):
Habe gerade massive Depressionsschübe und das schon nach 10 Tagen. Hatte erst zwischen 6ter und 10ter Woche damit gerechnet. Bin bei jeder Kleinigkeit am Heulen. Wie kann ich damit besser umgehen?

Beitrag 2 (Montag, der 11. Januar 2021 - 19:46 Uhr)
BarbaraH Top-MentorTop-Mentor (Top-Mentor|11560 Beiträge):
Herzlich willkommen Marko77 und Glückwunsch zu 10 rauchfreien Tagen! Das hast du super gemacht und kannst sehr stolz auf dich sein. Ein Rauchstopp kann allerhand auslösen... auch im Gefühlsleben. Dem Körper und auch dem Gehirn fehlen die alltäglichen 'Aufputschmittel' und deshalb kann es sein, dass du das auch jetzt schon stark spürst. Die Suchtkurve ist ein Richtwert und stimmt oft, aber manchmal kommt es anders und das scheint bei dir der Fall zu sein. Versuche der miesen Stimmung mit Bewegung, leichtem Sport und viel frischer Luft zu begegnen. Das hilft meistens und vergiss nicht, dir regelmäßig etwas Schönes zu gönnen. Das hilft den Endorphinchen und verdient hast du es dir sowieso! Auf jeden Fall tust du jetzt das beste für dich und deine Gesundheit und die Unpässlichkeiten vergehen auch wieder. Ich wünsche dir dass das bald der Fall ist! LG Barbara

Beitrag 3 (Dienstag, der 12. Januar 2021 - 04:53 Uhr)
dejavue Supporter (Nichtraucher|3161 Beiträge):
Hallo Marko, heute kannst du deine erste Schnapszahl feiern, das ist schon eine ordentliche Strecke, die du zurückgelegt hast. Diese weinerliche Phase hatte ich am Anfang auch. Ich hatte zu nichts wirklich Lust und fühlte mich einfach nur traurig und Antriebslos. Es ist wohl so, das wir zu Raucherzeiten sämtliche Gefühle 'weggeraucht' haben. Egal ob wir wütend, glücklich oder traurig waren, die Zigarette war irgendwie immer unser 'Seelentröster' Was für eine Illusion! Barbara hat es wahrscheinlich auf den Punkt getroffen, es fehlt das 'Aufputschmittel' Um es beim Namen zu nennen ist es ja nichts anderes als eine Drogensucht, der wir jahrelang meist sogar jahrzehntelang verfallen waren. Auch wenn das ganze legal ist weil eine Industrie dahinter steht, die großes wirtschaftliches Interesse an uns als Kunden hat, ist es eine üble Sucht. Bei mir hat diese Traurigkeit, die ich im Nachhinein klar als eine Entzugsphase deute, ...

Beitrag 4 (Dienstag, der 12. Januar 2021 - 05:10 Uhr)
dejavue Supporter (Nichtraucher|3162 Beiträge):
...einige Wochen gedauert. Geholfen hat mir in der Zeit glaube ich nur, mir das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Ein Spaziergang an der frischen Luft (egal bei welchem Wetter) um den Kopf mal wieder 'durchpusten' zu lassen, mir zwischendurch mal einen Cappuccino oder Tee mit ein paar Keksen zu gönnen, ein Gespräch mit einem Freund usw. Ansonsten bleibt einem nichts anderes übrig als diese Phase, in dem Wissen das sie vorbei geht, anzunehmen. Wenn du da durch bist, ist das schlimmste geschafft. Es wird danach zwar auch noch andere Gefühlslagen geben, die nun ohne Zigaretten gelebt werden wollen aber das ist letztlich auch 'nur' eine Umgewöhnung. Mache nur nicht den einen Fehler. Glaube nicht, das mit Zigaretten alles wieder besser wird. Es wird nicht besser, es wird nur wieder wie gewohnt und hält dich wieder in der todbringenden Sucht gefangen! Das Leben ist so viel schöner wenn das alles erstmal hinter einem liegt!

Beitrag 5 (Dienstag, der 12. Januar 2021 - 06:43 Uhr)
Marko77 (San-dan|2 Beiträge):
Hallo Barbara, Hallo dejavue... Möchte mich an dieser Stelle für eure aufmunternden Worte ganz herzlich bedanken....Hat mich schon wieder zu Tränen gerührt. P.S. ....Ich werde meinen Weg in die Freiheit finden!

Beitrag 6 (Dienstag, der 12. Januar 2021 - 07:12 Uhr)
dejavue Supporter (Nichtraucher|3167 Beiträge):
Das wirst du Marko, davon bin ich überzeugt. Bleib dran und belohne dich für deine Erfolge, das hebt die Stimmung ein wenig und das Belohnungssystem im Hirn wird dadurch von Nikotin abgekoppelt. Feiere deinen 11ten Tag, das ist wirklich schon ein großer Erfolg! *prost* auf dich

Beitrag 7 (Dienstag, der 12. Januar 2021 - 12:12 Uhr)
Flatterfrau Supporter (Nichtraucher|167 Beiträge):
Ich kann Deine Rührung total verstehen, Marko Ich könnte auch gerade direkt losheulen, wenn jemand lieb zu mir ist Vielleicht würde Dir Johanniskraut oder Rosenwurz aus der Apotheke zur Stabilisierung helfen?

Beitrag 8 (Dienstag, der 12. Januar 2021 - 12:37 Uhr)
Britta72 (Nichtraucher|2087 Beiträge):
Hallo Marko, die erste Schnapszahl 🥂11🥂, prima, darauf kannst Du aufbauen! Ich bin hier einer der schwierigsten Fälle gewesen und nun Seite 2 Jahren frei!!!! Zwei Leitsätze haben mich hier begleitet: „Schritt für Schritt“ und „stark und stur“. Das kannst Du auch!👍🏻

Beitrag 9 (Mittwoch, der 13. Januar 2021 - 17:18 Uhr)
Marko77 (San-dan|3 Beiträge):
Hallo Britta, hallo Flatterfrau.... Auch an euch ein herzliches Dankeschön für die aufmunternden Worte. Nichtsdestotrotz habe ich mir jetzt noch professionelle Hilfe wegen der Depressionen hinzugezogen. Da ich selber angehender Psychologe bin ist mir klar geworden ,das der Rauchentzug allein nicht die Ursache für derartige Verhaltensabnormalitäten sein kann. Das steckt tiefer und holt mich leider auch nicht zum ersten Mal ein. Habe morgen meinen ersten Termin und verspreche mir sehr viel davon P.S. Der Rauchentzug ist mittlerweile schon fast sekundär und die Behandlung der Depression steht im Vordergrund. Bitte nicht missverstehen, ich bleibe rauchfrei, es gibt für mich keinen Blick mehr zurück, sondern nur noch den Weg in ein befreites und vom Glück erfülltes Leben!

Beitrag 10 (Donnerstag, der 14. Januar 2021 - 12:05 Uhr)
Flatterfrau Supporter (Nichtraucher|168 Beiträge):
Lieber Marko, ich las, dass Nikotin als leichtes Antidepressivum wirkt. Wer also damit ein Thema hat (hatte ich in der Vergangenheit auch), den trifft der Entzug an genau der Stelle. Zudem merke ich beim Hinfühlen selbst, was auch andere berichten. Mit Zigaretten wurden auch aufkommende Emotionen überdeckt. Diese Emotionen (Angst, Trauer, Wut) müssen jetzt ohne Hilfsmittel ertragen werden. Ich selbst überlege, ob ich mir nach 11 rauchfreien Wochen jetzt eine professionelle Unterstützung im Umgang damit suche. Ich unterstütze also Deinen Gedanken, wollte aber noch ein paar Hintergründe beisteuern.

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