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Aufhören trotz Depression

Hallo, ich bin Rena (bei Stop-Simply heiße ich Seniora), 67 Jahre alt, in Berlin geboren und wohne jetzt wieder dort. Lange Zeit litt ich unter Depressionen. Sobald ich mit dem Rauchen aufhörte, kam die Depression. Jahre vergingen zwischen "hat doch alles keinen Sinn, ich schaffe es eben nicht" und "ich will aber". Mit Stop-Simply habe ich es schließlich trotzdem geschafft.

In meiner Kindheit wurde geraucht, was das Zeug hielt

In meiner Kindheit wurde geraucht, was das Zeug hielt. Mein Vater hatte gelbe Finger von den Filterlosen. Meine Mutter entschuldigte sich unentwegt dafür, dass sie nicht rauchte, es schmecke ihr leider nicht. Die Wohnungen mussten andauernd renoviert werden, weil die Zimmerdecken gelblich wurden, und eine gute Hausfrau schaffte es, die nikotinverfärbten Stores wieder weiß zu waschen. Später - dank Wirtschaftswunder - gab es dann so schicke verchromte Kugeln mit Röhrchen wie Strahlen, in denen Zigaretten für den Besuch steckten und gleich neben der Torte standen.
Meine Verwandtschaft rauchte, meine Freunde (damals wirklich noch mehr Jungen als Mädchen) rauchten, ich rauchte. Zuerst nur abends beim Bier, da aber unentwegt. Ich war schüchtern und hielt mich an der Zigarette fest. Trotzdem kam es mir überhaupt nicht in den Sinn, während der beiden Schwangerschaften und Stillzeiten zu rauchen. Genau so wenig, wie es mir in den Sinn kam, danach beim Nichtrauchen zu bleiben.
Es folgten Probleme, Schwierigkeiten, Enttäuschungen. Die Zigarette "half". Ich bekam Depressionen. Die Behandlung bestand damals in Ratschlägen wie "Reiß dich zusammen". Die Zigarette half.

Stop-Simply machte mir Mut

Als ich Mitte 40 war begann bei mir - ausgelöst durch Dauerhusten und Nebenhöhlenentzündungen - das Umdenken. Ich hörte auf zu rauchen, ohne jede Vorbereitung. Rückfall, neuer Versuch, Rückfall, neuer Versuch...
Inzwischen wurde meine Depression doch behandelt, ich machte eine Therapie. Sobald ich mit dem Rauchen aufhörte, kam die Depression jedoch wieder. Jahre vergingen zwischen "hat doch alles keinen Sinn, ich schaffe es eben nicht" und "ich will aber".
Beim Surfen zum Thema Rauchstopp stieß ich auf Stop-Simply. Gleichzeitig ergab ein Gesundheitscheck, dass ich völlig (einschließlich Lunge) gesund war. Ich war so erleichtert und beschloss, nicht länger mit meiner Gesundheit Russisches Roulette zu spielen. Stop-Simply gab mir den Mut, es nochmal zu versuchen.

Kein Stress, kein Ärger, kein Kummer wird mich mehr zum Rauchen bringen

Seit März 2010 lache, weine und schimpfe ich im Stop-Simply Nichtraucher-Forum, werde rückfällig, fange wieder an, jedesmal ein bisschen entschlossener und besser vorbereitet. Und geduldige, einfühlsame Menschen hören mir zu, trösten, ermahnen oder freuen sich mit mir.
Am Samstag werde ich Ex-Raucherin sein (so heißt auf Stop-Simply der Nichtraucher-Rang nach 6 Wochen ohne Zigaretten). Und diesmal fühle ich es vom Kopf bis in die Zehen, dass mich kein Stress, kein Ärger und auch kein Kummer mehr zum Rauchen bringen wird.